Something In The Way (Nirvana Cover/ Interpretation)

Eine Interpretation mit Stimme und Piano und warum es sich lohnt, Wasser zu sein.

Ich habe mich mal wieder dabei ertappt, beim improvisieren diesen Song zu spielen, was bei den zwei Akkorden schon öfters mal vorgekommen ist. ‘Something in the way’ verkörpert für mich eine ganz bestimmte Stimmung, zwischen Traurigkeit, Verzweiflung und stiller Isolation. Im Text geht es tatsächlich um jemanden, der unter einer Brücke wohnt, wobei Kurt Cobain, der den Song geschrieben hat, nie unter einer Brücke gewohnt hat, was der Metapher und dem Song nichts von ihrer Schönheit nimmt.

Die Bedeutung der Zeile ‘Something in the way’ ist wohl, dass die Person, um die es geht, sich total überflüssig und ungewollt vorkommt, verkörpert für mich persönlich aber mehr noch die Art von Blockade, bei der ich mir selbst im Weg stehe und mir einen Stein nach dem anderen in den Weg werfe. Das sind die Momente, in denen ich mich daran erinnern muss, wie es ist, Wasser zu sein und im Fluss geschmeidig die Steine zu umspülen. Alles andere wäre Widerstand, der wie immer zwecklos ist und dabei viel von meiner Energie verbraucht.

2015-09-11 soundcloud something in the way nirvana

3 thoughts on “Something In The Way (Nirvana Cover/ Interpretation)

  1. Nettes Cover mit doch noch viel Wärme in der Stimme – im Gegensatz zu Nirvanas morbider Urversion. ;)
    Dass Kurt Cobain selbst nie unter einer Brücke geschlafen haben soll, stimmt meines Wissens nach aber nicht. Die Nirvana-Ultra-Jahre liegen zwar schon eine Weile zurück, aber ich meine mich zu erinnern, dass er mal in einem Interview erzählte, dass er mit 16 oder so von Zuhause abgehauen sei, nachdem sich seine Mutter und sein Stiefvater nur noch heftig gestritten hätten, und dann auch erst mal mindestens eine Nacht unter ‘ner Brücke gepennt habe.
    Angaben aber ohne Gewähr. Außerdem war’s bei Kurt wohl auch immer so ‘ne Sache, ob er nun wirklich wahre intime Anekdoten preisgab oder sich einen Spaß mit den Medien erlaubte und absichtlich ironische Märchen über den Personenkult, der ihm galt, erfand.
    Liebe Grüße! :)

    1. Hej André,
      freut mich, dass es dir gefällt und ich nach einem ‘Nirvana-Ultra’ dem Song wohl eine Ehre erwiesen hab :)
      Kann schon sein, dass Kurt mal ne Nacht unter ner Brücke gepennt hat, aber da gewohnt wohl nicht, zumindest hab ich gelesen und aus ner Doku, dass er für ne gute Story immer mal gern ausgeschmückt hat und es letzten Endes um die Kunst ging und Fakten dabei einfach nicht so wichtig waren. Einige Leute aus seinem engeren Umfeld fanden das wohl nicht so gut, jedenfalls haben ihn einige als Lügner bezeichnet. Ich sehe das persönlich nicht so eng und bei der Kunst die er verfasst hat, interessieren mich weniger die Fakten, als die Emotionen, die er darin transportiert und die sehr real sind. Wie siehst du das?
      Liebe Grüße
      Lia

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