Flowerbuds: Von Wachstum & dem eigenen Rhythmus

 “And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom” – Anaïs Nin
.

Für mich passt dieses Zitat von Anaïs Nin sehr zu meinem Song ‘Flowerbuds’, in dem es darum geht, der manchmal angsteinflößenden Unsicherheit des Neuen mit Neugier und Zuversicht zu begegnen. Als ich vor ein paar Wochen im Internet auf dieses Zitat stieß, gefiel mir besonders, dass zu blühen auch in dieser Analogie die natürliche Richtung ist, in welche die Knospe drängt. Ich finde mich darin wieder.

flowerbuds love

Ich hatte irgendwann den Mut, Musik zu schreiben und zu performen als mehr als eine Freizeitbeschäftigung zu sehen und das Gefühl, über diese Kunst mehr als in jedem anderen Job geben zu können. Dann irgendwann habe ich für mich entschieden, dass das mein Weg sein sollte, dass Musik und Kunst zu machen das war, was ich tun sollte, was ich tun musste. Und dann folgten immer mehr Schritte in die Richtung.

Auch war es kein kontinuierlicher Prozess, sondern ein Wunsch oder mehr ein inneres Drängen in die Richtung, was ich eher in den ruhigen Momenten wahrnahm. Das ganze war für mich nicht so einfach, sondern sowohl begleitet von Krisen als auch Momenten der Erleuchtung und hat Jahre gedauert.

Allein, mich durch die ganzen Glaubenssätze zu arbeiten, die nicht meine eigenen waren, sondern irgendwo aus dem Spektrum zwischen Familie, Kultur und Gesellschaft ihren Weg in meine Gedanken und meine Gefühlswelt gefunden hatten, vor allem in mein Unterbewusstsein, hat von mir Zeit und bewusste Aufmerksamkeit erfordert.

Sobald mir viele negative Glaubenssätze über Musiker und Künstler einmal bewusst waren und ich dennoch diese Richtung einschlagen wollte, bekam ich auch von Familie, Freunden oder auch wildfremden Leuten Dinge dieser Art zu hören, die suggerierten, dass das ja eine ganz schön traumtänzerische Angelegenheit sei, dass ich dann mit viel Unsicherheit zu rechnen hätte und vielleicht lieber einen “richtigen Job” machen sollte, der mir das Leben finanzieren und das Musikmachen als Hobby erlauben würde.

Natürlich sind das Möglichkeiten. Aber das bedeutete für mich nicht, dass es das einzig Mögliche war, sondern machte mich sogar ein wenig trotzig, meinen eigenen Weg in meinem eigenen Tempo gehen zu wollen.

Und genau dabei bin ich jetzt.

So besonders einfach ist das nicht. Oftmals bin ich auf mich alleine, meine Willenskraft und Entscheidungen zurückgeworfen. Tatsächlich glaube ich, würde ich es als schmerzhafter empfinden, einen anderen Weg zu gehen, den ich nicht so sehr als meinen eigenen empfinden würde.

And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom.

Hier findest du die Lyrics zu Flowerbuds und hier ein Live Video von dem Song!

Enjoy :*

Lia Unterschrift

 

 

 

 

2 thoughts on “Flowerbuds: Von Wachstum & dem eigenen Rhythmus

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>